DON CARLO
„..Verena von Kerssenbrocks
meisterhafte Inszenierung bildete zusammen
mit dem international anerkannten Verdi-Spezialisten Anguelov
eine
perfekte Symbiose und verlieh dem Opernfestival jenen Glanz,
den es zum
10-jährigen Jubiläum verdient.“
(Rosenheimer Sonntagsnachrichten, Sven
Eisermann)
- Verena von Kerssenbrock’s masterful staging created a perfect
symbiosis together with
the internationally recognized Verdi
specialist, Anguelov, and lent the opera festival
the kind of polish it
deserved for its 10th anniversary….
Karl V. : John Sweeny
„..Hervorragend in Szene gesetzt
auch die eigentliche Hauptperson der
Inszenierung.
Über der gesamten Handlung schwebt als unheimlicher
Geist die Gestalt von Karl V.,
großartig gespielt von J. Sweeny.
Gleich einer dunklen Schicksalsmacht zieht sich seine Erscheinung
als
roter Faden
durch alle vier Akte. Wie eine dunkle Wolke taucht er
urplötzlich immer wieder
an irgendeiner Ecke der Bühne auf
und verschwindet lautlos wie er gekommen ist..“
(Rosenheimer Sonntagsnachrichten, Sven Eisermann)
- Wonderfully staged was also the
true leading character. As an eerie
ghost, the figure of Carl V
whisked through the entire story,
brilliantly portrayed by J. Sweeny.
Resembling a stark force of fate,
his appearance is the leitmotif in all four acts.
Unexpectedly he pops
up like a dark cloud at some corner of the stage only to noiselessly
vanish…

Rodrigo: Abdumalik A. Abdukayumov
„..Die Regisseurin Verena von
Kerssenbrock arbeitet mit starken
Bildern.
Ihre Inszenierung ist ein Stück über die
Zerstörungskraft totalitärer Herrschaftsansprüche,
sei
es von Seiten der Kirche im 16. Jahrhundert oder seitens ähnlicher
politischer Machtstrukturen heute.
Kerssenbrocks Don Carlos ist eine
schwache Hauptfigur. Durch alle Akte hindurch ist er dominiert
von der
übermächtigen Figur des Großvaters, also von Karl V.
und dessen völlig veraltetem Herrschaftsanspruch.
Karl V. passiert
immer wieder als schweigender Geist die Szene, und durch die Reaktionen
seines Enkels
kommentiert er die Szene quasi auch. Die Vergangenheit
trägt hier also dazu bei, dass Don Carlos scheitern muss.
Er lebt
in einer überlebten Zeit mit veralteten Vorstellungen. Der Infant
wie gesagt ist schwach und
fungiert eigentlich nur als Spiegel einer
versteinerten Gesellschaft...“
(Bayern 4 Klassik, Neuschärfer)
- Director Verena von Kerssenbrock works with strong images.
Her
production is a piece about the destructive power of totalitarian
claims to power, be it on the part of the church
in the 16th century or
similar political power struggles today. Kerssenbrock’s Don Carlos is a
weak protagonist.
Through all the acts he is dominated by the
overpowering figure of his grandfather, Carl V, and the latter’s
completely
antiquated claim to power. Carl V crosses the stage
repeatedly as a quiet ghost and through the reactions of his grandson,
he comments on the scene as well. The past contributes to Don Carlos’
failure. He lives in a past era with antiquated ideas.
The Infante is
weak and actually functions only to mirror a petrified society…
Chor
„...In einer geräumigen
Halle spielt auf ungemein breiter
Bühne ein vieraktiger Don Carlos,
fokussiert auf das düstere
Erbe Karls des V. wechselnde Handlungsebenen,
durch gezieltes Licht
zentrierte Figuren vermitteln eine intensive Atmosphäre,
verdeutlichen ein überzeugend-skeptisches Regiekonzept mit
Karl
dem V. als durchgängiger Figur...“
(www.opernnetz.de, frs)
- Don Carlos in 4 acts plays on an unusually wide stage in a spacious
hall
focussed on the changing plots of the sombre inheritance of Carl
V. Through effective lighting,
the key figures contribute to an
intensive atmosphere, elucidate a convincing yet sceptical
directorial
concept with Carl V as the universal figure…
Don Carlos:
Mario Zhang, Depuierte: Koba Sardalashvili, Idrisov Djabrail,..Chor,
Statisten
„...Diese Umsetzung geht
gleichzeitig aber mit sehr gelungenen
Regieeinfällen einher.
Zum Beispiel die Verbrennung der Ketzer im
zweiten Akt. Die Verurteilten sind nach dem Richtspruch
nur noch durch
eine halbdurchsichtige Glasscheibe zu sehen. Sie stehen quasi in einer
gigantischen,
überdimensionalen Duschkabine, sie sind weiß
gekleidet, werden von unten beleuchtet und strecken
die Arme zum
Himmel. Und in dieser Haltung erstarren sie und wirken augenblicklich
wie ein religiöses Gemälde aus dem 16. Jahrhundert...“
(Bayern 4 Klassik, Neuschärfer)
- This implementation is accompanied simultaneously by very successful
notions of directions.
For example, the burning of the heretics in the
2nd act. The accused can only be seen through
a semi-transparent sheet
of glass after the judgement. They stand about practically in a
super-dimensional shower cabin,
are dressed in white, are illuminated
from below and stretch their arms toward heaven.
And they freeze in
this position and appear, for a moment, like a religious painting from
the 16th century…

„...Giuseppe Verdis Oper „Don Carlos“ …gelangte unter der
Regie von
Verena von Kerssenbrock
und der musikalischen Leitung von Ivan Anguelov
zur beeindruckenden Aufführung.....
Immer wieder ergeben sich
ausgesuchte „Blickpunkte“, sei es mit den Solisten,
wie auch in gut
choreografierten Bewegungen mit den Mönchen, den Ketzern, dem
Chor...“
(Echo, Margrit Jakobi, 26.07.2007)
- Giuseppe Verdi’s opera Don Carlos was an impressive performance under
the direction
of Verena von Kerssenbrock and the musical direction of
Ivan Anguela…Select viewpoints crop up often,
be it with the soloists
or in the well-choreographed movements of the monks, heretics, choir…
Philipp II. : Nam Soo Kim
„..Zur zweiten Opernpremiere, bei
wahrhaft südlichen Temperaturen,
war das begeisterte Publikum nicht zu halten. Ganz italienisch mit
Beifall und Bravi
nach Arien und Duetten und lautstarkem Jubel am
Schluss, galt die ungeteilte Zustimmung
einer mitreißenden
Aufführung von Giuseppe Verdis „Don Carlo“...“
(Dresdner Neueste Nachrichten, Boris Michael Gruhl, 31.07.06)
- The enthusiastic audience could
not be held back at the 2nd
opera premiere with truly Mediterranean temperatures.
Very Italian with
applause and “bravos” after the arias and duets and the loud jubilation
at the end,
the undivided approval of a captivating performance of G.
Verdi’s Don Carlo…

Großinquisitor: Kristof Klorek
„Das Bühnenbild erzeugte
gerade durch den Verzicht auf
unnötige Effekte.
Mit der gezielten Verwendung einiger weniger
archaischer Symbole und der perfekten Lichttechnik
bewies Verena von
Kerssenbrock große Sensibilität bei der Erzeugung magischer
Momente.“
(Rosenheimer Sonntagsnachrichten, Sven Eisermann)
- The stage set produced results not implementing unnecessary
effects.
Verena von Kerssenbrock showed great sensibility in creating magical
moments
with the purposeful application of a few archaic symbols and
perfect lighting.

Prinzessin Eboli: Daiva
Gedvilaite, Elisabeth de Valois: Helene Bernardy
„..Verena von Kerssenbrock führt Regie. Fast alles ist
wohlüberlegt.,
sie bietet keine wohlfeile Aktualisierung mit
Koffern, Trenchcoats und Brillentic!
...Sonst sehr gute Führung
der Personen; die aufwendigen Massenszenen gelingen stilsicher.
Eine
originelle Idee: Der aufgebrachte Pöbel dringt durch die hintere
Saaltüre ein. Sinnvoll und effektvoll.
Die Regisseurin versucht
immer wieder erfolgreich, das Manko der nicht aufsteigenden Sitzreihen
durch höhere Postierung der Sänger und des Chores
wettzumachen und dies auch dramaturgisch zu begründen.
Das alles
beschert große theatralische Momente...“
(Der Neue Merker, Ferdinand Dreyer, 22.Juli 2006)
- Verena von Kerssenbrock directs. Nearly everything is well thought
out.
She offers no hackneyed modernization with suitcases, trench coats
and eyeglasses. A very good direction of the characters;
the lavish
crowd scenes win with stylistic confidence. One original idea: the
outraged masses breaking in through the rear auditorium door.
Meaningful and effective. The director succeeds in making up for the
absence of elevated rows of seating by positioning
the singers and
chorus and justifying it dramatically.

Prinzessin Eboli: Daiva Gedvilaite
„..Besonders gelungen: der
Einsatz des gewaltigen Kreuzes als
Damoklesschwert und Hoffnungssymbol zugleich
und die über die
Bühne verteilten Totenschädel als ständig präsente
Mahner der Vergänglichkeit
und des tragischen Fluchs, der
über der Königsfamilie liegt...“
(Rosenheimer Sonntagsnachrichten, Sven Eisermann)
- Particularly successful: the implementation of the enormous cross as
a sword of Damocles and,
at the same time, symbol of hope as well as
the sculls scattered across the stage as permanent reminders
of
mortality and the tragic curse which hovers over the royal family…

Rodrigo: Abdumalik A.Abdukayumov
„..Verena von Kerssenbrocks Inszenierung,
.., lässt Verdis
großes Drama um Freiheit, Freundschaft,Verrat,
Staatsräson
und religiösen Fanatismus, bei dem die Liebe und die Menschen im
Machtkampf zwischen Staat und Glaubensterror
aufs Kreuz gelegt werden, unter diesem antiken Folterinstrument
in einem gegenwärtigen,
autoritären System spielen.
Und nicht nur unterm Kreuz vollzieht
sich das epische Geschichts- und Seelendrama aus der Epoche spanischer
Macht,
die eine ganze Welt umspannte. Die teuflischen Spiele in Gottes Namen
vollziehen sich auf dem Kreuz,
auf dem man auch sitzen, liegen, lieben, singen, tanzen, und sogar
strippen kann...
Mit dem eindringlichen Bittgesang der Deputierten aus
Flandern, mit dem Engagement der Darsteller in den opulenten Szenen
als
Ketzer und Mönche, rundet sich ein Opernabend, der sicherlich
manch gewohnte Sicht auf das Werk durchkreuzt
aber auch immer
wieder,.., etlichen Opernstaub aufwirbelt.“
(Klassik.com, Boris Michael Gruhl)
- Verena von Kerssenbrock’s production of Verdi’s great drama about
freedom, friendship, treason,
raison d’etre and religious fanaticism--
in which love and people are crucified in a power struggle between the
State and
religious terror—allows ancient instruments of torture to
play in a modern authoritarian system.
The epic historical and
psychological drama drawn from the era of Spanish dominance in the
world is not the only thing being crucified.
The demonic games in God’s
name are executed on the cross upon which one can sit, lie, make love,
sing, dance and even strip…
The opera evening is rounded out by the
urgent song of supplication of the deputies from Flanders, the
commitment
of the performers as heretics and monks in the opulent
scenes. Surely, some habitual views course through the work,
however,
it will stir up a lot of dust in the opera world.
„... Das ist eine wirklich tolle
Wirkung, ebenso auch wie der
musikalisch wie schauspielerisch
sehr gut agierende Chor, der im
dritten Akt das Reithallen-Opernhaus auf Gut Immling stürmt.
So
einen Effekt von hereinstürmenden Sängern, die über den
schwingenden Boden poltern
und sich durch das Publikum quetschen, das
bekommt man eben nur in einem ganz kleinen Raum hin,
mit dieser
Wirkung...“
(Bayern 4 Klassik, Neuschärfer)
- This has a really terrific effect, as does the musical and dramatic
action of the chorus
which bursts in during the 3rd act at the riding
arena cum opera house at Gut Immling.
Such an effect of invading
singers who crash about over the soaring floor and push their way
through the audience;
this can only be achieved in a very small space…
Kristof Klorek, Nam Soo Kim,
Mario Zhang, Helene Bernardy
„Verena von Kerssenbrock macht dem Jubiläumsfestival mit ihrer
Inszenierung das schönste Geburtstagsgeschenk“
„...Giuseppe Verdis „Don Carlos“ unter der Regie von Verena von
Kerssenbrock
– wohl der heimliche Höhepunkt der diesjährigen
Festspiele – begeisterte das Publikum.
Die Inszenierung war in sich
stimmig und bezauberte durch Bühnenbild und Kostüme..“
(Rosenheimer Sonntagsnachrichten, Sven Eisermann)
- Verena von Kerssenbrock gave the festival’s anniversary its best
present with her production.
G. Verdi’s Don Carlo under the direction
of Verena von Kerssenbrock—
the secret highlight of this year’s festival
productions—enthused the public.
The production was in tone and
enchanted through its stage scenery and costumes…
Kristof Klorek, Nam Soo Kim, Mario Zhang,
Helene Bernardy
„..Beifall gab es...,
insbesondere aber für die Regisseurin
Verena von Kerssenbrock
für ihre interessante und absolut
eindrucksvolle Inszenierung.“
(Echo, Margrit Jakobi, 26.07.2007)
- There was applause…particularly for the director,Verena von
Kerssenbrock,
and for her interesting and absolutely impressive production.