Mit einem bildmächtigen „Macbeth“ setzt das 13. Opernfestival
GUT IMMLING,
Chiemgau Maßstäbe

(Traunsteiner Tagblatt, 4.Juli 2009, Hans Gärtner)



Überall ist Minimalismus angesagt. Nicht auf Gut Immling.
Die erste Premiere des 13. Opernfestivals GUT IMMLING,
rweist sich als großzügige Verbeugung vor der Abundanz des Künstlerischen.
Die Reithalle lässt einen Verdi´schen „Macbeth“ erleben, der vor Bilderpracht und Ideenfülle überquillt.

(Traunsteiner Tagblatt, 4.Juli 2009, Hans Gärtner)



Regisseurin Verena von Kerssenbrock lotete tief in Verdis Shakespeare- Text,
arbeitet aktuelle Bezüge zu schwelenden Fernost – Kriegen heraus
 und beschäftigt Hirn und Haut gute drei Stunden, satt und oft süß unterfüttert
 mit einer mal glimmenden, mal lodernden, auch heftig ausbrechenden Musik.

(Traunsteiner Tagblatt, 4.Juli 2009, Hans Gärtner)



Eine riesige Krone – Objekt der Begierde des macht – und einflussgeilen,
 aber unfrucht- und leicht verführbaren Macbeth – tragen mannhafte Boten
 wie im Triumphmarsch auf die in ihrer ganzen Breite genützte Bühne.
Die mit (Ohn)Macht angestrebte Insignie, auch auf Hipps Breitwand
– Gemälde da blutrot, dort goldglänzend, immer aber scharf gezackt zu sehen,
 dominiert die insgesamt düstere, mehrstufige Szene. Gegen Ende wird
sie zur Zisterne für der Thronprätendenten ungeborenen Kinder
– kunstvoll handgefertigte Stoffbälger, die die hinreißend gekleidete,
stark erweiterte Hexencrew an Krawatten baumeln lässt.
Im Schlussbild ist sie Schaukel für die Kinder, die Hoffnung auf Frieden geben.

Solche kräftig durchgespielten, logistisch wie künstlerisch fabelhaft geglückten Teil – Sujets sind,
ihrer hohen Zahl und ihrer ungewöhnlichen Varianten wegen,
von einem überraschten Publikum nicht leicht zu goutieren.

(Traunsteiner Tagblatt, 4.Juli 2009, Hans Gärtner)




Man sollte nach Immling reisen, wo ein Maßstäbe setzender „Macbeth“ der Sonderklasse
 – musikalisch wie szenisch – zu sehen ist.

(Traunsteiner Tagblatt, 4.Juli 2009, Hans Gärtner)



Als Macbeth König von Schottland wird, ist sofort klar,
 dass ihm diese Würde in erster Linie Bürde ist:
 die Krone, die ihm überreicht wird, hat zwei Meter im Durchmesser
und muss in einen Palast gerollt werden, um überhaupt reinzupassen.
Auf diese Weise wird sie zum Rad der Fortuna, an dem nach dem ersten Mord
 ein blutbeflecktes Leintuch hängt. Später verwandelt sie sich in einen Königsthron,
auf dem Macbeth und seine Lady sitzen wie in einem Sandkasten
– in dem sie sich wesentlich wohler fühlt als er.
Sinnfälliger und überzeugender lässt sich diese Machtthematik, dieses Gerangel um die Macht,
dieses immer mehr haben –Wollen und dann doch nicht ausfüllen – Können kaum auf die Bühne bringen.

(Bayern 4 Klassik, 27.Juni 2009, Michael Alzinger)




„Ihre Inszenierung bietet viel fürs Auge, bezieht mit Auf – und Abgängen die ganze Reithalle ein…
Die Handlung wird schlüssig und symbolverliebt erzählt:
Die Hexen wecken mit Scheren bei den Kämpfern Kastrationsängste.
Und die Königsbürde, welch starke Szene, ist eine Riesenkrone,
die zum feurigen Tiegel wird, in dem Babyleichen versenkt werden…“

(Münchner Merkur, 29. Juni 2009, Markus Thiel)




Betörend und schaurig zugleich
Premiere von Macbeth auf Gut Immling begeisterte die Zuschauer

(Echo Rosenheim, 1.Juli 2009, Margrit Jakobi)



„Ein Junge und ein Mädchen spielen zwischen Trümmern, die ein grausamer Krieg schuf.
 Der Staub wirbelt auf, Blitze zucken über den Beiden. Alsbald stürmen andere Kinder herbei,
 zerstören das Haus aus Bausteinen, zerreißen die Puppe.
In der fulminanten Inszenierung von Verena von Kerssenbrock
beginnt so die Oper „Macbeth“ von Giuseppe Verdi
.

(Echo Rosenheim, 1.Juli 2009, Margrit Jakobi)



Es gibt in dieser höchst beeindruckenden Inszenierung die Realität und Illusion
ineinander über gleiten lässt, betörend wie auch schaurig schöne Bilder;
in mystisches Licht getaucht die Weissagungen der Hexen;
die riesige Krone als faszinierendes Symbol der Macht,
an ihr baumelnd als Puppen die vielen toten Kinder, die dem Kriegsgemetzel zum Opfer fielen
 und auch das Versagen der Lady Macbeth, Kinder zu gebären,
verbildlichen; die blutbefleckten Tücher, mit denen die Lady ihren Gatten umwickelt
 und am Bande führt, ihr Gleiten in den Wahnsinn.

(Echo Rosenheim, 1.Juli 2009, Margrit Jakobi)




In bestechender Choreographie formiert sich der großartige Chor zu lüsternen Hexen,
 devotem Hofstaat, zu gebrochenen Kriegsopfern, befreitem Volk.

(Echo Rosenheim, 1.Juli 2009, Margrit Jakobi)




Am Ende gab es Ovationen und Jubel für einen grandiosen Opernabend der Superlative.
 Dringende Empfehlung: Nicht entgehen lassen.

(Echo Rosenheim, 1.Juli 2009, Margrit Jakobi)